Ge­schätz­te Le­se­zeit: 5 Mi­nu­ten

Ha­ben Sie Ihre Feh­ler­ver­mei­dungs­stra­te­gie zu Tode ge­rit­ten?

Und sind des­halb da­bei, Ihre bis­he­ri­gen Maß­nah­men für eine kon­struk­ti­ve Feh­ler­kul­tur und ein wirk­sa­mes Feh­ler­ma­nage­ment zu über­den­ken?

Weil Sie fest­ge­stellt ha­ben, dass die An­zahl der Mit­ar­bei­ter­feh­ler mit den ent­spre­chen­den Fol­gen nicht zu­rück­ge­gan­gen ist?

Wenn du ent­deckst, dass du ein to­tes Pferd rei­test, stei­ge ab.“

Die­se Weis­heit der Da­ko­ta-In­dia­ner ist doch ei­gent­lich sehr sim­pel. Trotz­dem schaf­fen es Un­ter­neh­men im­mer wie­der, die Rea­li­tät zu ver­drän­gen. Mit dem Er­geb­nis, dass al­les noch schlim­mer wird, als es schon ist.

Hier sind ein paar (manch­mal nicht tod­ernst zu neh­men­de) Stra­te­gien, wie Sie vie­le Un­ter­neh­men an­wen­den und da­mit noch tie­fer in den Schla­mas­sel rein­rei­ten.

  1. Wir än­dern die Kri­te­ri­en, die be­sa­gen, ob ein Pferd tot ist.
  2. Wir be­auf­tra­gen eine re­nom­mier­te Be­ra­tungs­fir­ma mit ei­nem Gut­ach­ten, ob es bil­li­ge­re und leis­tungs­fä­hi­ge­re tote Pfer­de gibt.
  3. Wir be­haup­ten „So ha­ben wir das Pferd schon im­mer ge­rit­ten.“
  4. Wir be­schäf­ti­gen ex­ter­ne Be­ra­ter, die er­klä­ren, wer ent­las­sen wer­den muss, um das tote Pferd preis­wer­ter zum Tra­ben zu brin­gen.
  5. Wir be­sor­gen eine stär­ke­re Peit­sche.
  6. Wir be­su­chen an­de­re Un­ter­neh­men, um zu se­hen, wie man dort tote Pfer­de rei­tet.
  7. Wir be­su­chen teu­re Se­mi­na­re um mehr über die Le­bens­ge­wohn­hei­ten to­ter Pfer­de zu ler­nen.
  8. Wir bil­den eine neue Ab­tei­lung und in­te­grie­ren alle to­ten Pfer­de um Syn­er­gien zu nut­zen.
  9. Wir bil­den eine Task For­ce, um das tote Pferd wie­der­zu­be­le­ben.
  10. Wir bil­den ei­nen Ge­bets­kreis der un­ser Pferd ge­sund be­tet.
  11. Wir bil­den ei­nen Qua­li­täts­zir­kel, um eine Ver­wen­dung für tote Pfer­de zu fin­den.
  12. Wir bil­den in­ner­halb der Or­ga­ni­sa­ti­on ein neu­es Sach­ge­biet mit In­te­gra­ti­on al­ler to­ten Pfer­de, um Syn­er­gie­ef­fek­te zu nut­zen.
  13. Wir brin­gen das tote Pferd mit ei­nem to­ten Rei­ter zu­sam­men.
  14. Wir brin­gen die to­ten Pfer­de un­ter ei­nem phan­ta­sie­vol­len Na­men an die Bör­se.
  15. Wir de­fi­nie­ren ein ei­ge­nes Pro­dukt “Rei­ten to­ter Pfer­de”.
  16. Wir ent­wi­ckeln ein Mo­ti­va­ti­ons­pro­gramm für tote Pfer­de.
  17. Wir er­hö­hen die Qua­li­täts­stan­dards für den Be­ritt to­ter Pfer­de.
  18. Wir er­klä­ren, dass ein to­tes Pferd von An­fang an un­ser Ziel war.
  19. Wir er­klä­ren, dass un­ser Pferd bes­ser, schnel­ler und bil­li­ger tot ist als an­de­re Pfer­de.
  20. Wir er­klä­ren: “Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht doch mo­ti­vie­ren könn­te.”
  21. Wir er­klä­ren: “Wenn man das tote Pferd schon nicht rei­ten kann, dann kann es doch we­nigs­tens eine Kut­sche zie­hen”.
  22. Wir er­klä­ren: “Wenn man das tote Pferd schon nicht rei­ten kann, dann kann es doch we­nigs­tens eine Kut­sche zie­hen”.
  23. Wir er­läu­tern dem Pferd, dass sein Ver­hal­ten zur Pri­va­ti­sie­rung öf­fent­li­cher Dienst­leis­tun­gen füh­ren könn­te.
  24. Wir er­nen­nen ei­nen der jun­gen Füh­rungs­ta­len­te zur „Fach­kraft für tote Pfer­de“.
  25. Wir er­stel­len eine Power­point-Prä­sen­ta­ti­on mit 150 Fo­li­en, die zei­gen, was das Pferd könn­te, wenn es le­ben wür­de.
  26. Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, die dar­auf hin­wei­sen, dass das Pferd tot ist, wer­den als Be­den­ken­trä­ger an­ge­pran­gert und zu Mo­ti­va­ti­ons­se­mi­na­ren an­ge­mel­det.
  27. Wenn man das tote Pferd schon nicht rei­ten kann, dann kann es zu­min­dest eine Kut­sche zie­hen!
  28. Wir än­dern die An­for­de­rung von „rei­ten“ in „be­we­gen“ und er­tei­len ei­nen neu­en Ent­wick­lungs­auf­trag.
  29. Wir frie­ren das Pferd ein und war­ten auf eine neue Tech­nik, die es uns er­mög­licht, tote Pfer­de zu rei­ten.
  30. Wir ge­wäh­ren dem Rei­ter eine Leis­tungs­prä­mie, um sei­ne Mo­ti­va­ti­on zu er­hö­hen.
  31. Wir grün­den ei­nen Ar­beits­kreis, um das tote Pferd zu ana­ly­sie­ren.
  32. Wir kau­fen et­was zu, das tote Pfer­de schnel­ler lau­fen lässt.
  33. Wir kau­fen Leu­te von au­ßer­halb ein, die an­geb­lich tote Pfer­de rei­ten kön­nen.
  34. Wir las­sen das tote Pferd nach DIN EN ISO 9001 zer­ti­fi­zie­ren.
  35. Wir las­sen den Stall re­no­vie­ren.
  36. Wir le­gen das tote Pferd bei je­mand an­de­rem in den Stall und be­haup­ten, es sei sei­nes.
  37. Wir leug­nen, je­mals ein Pferd be­ses­sen zu ha­ben.
  38. Wir ma­chen eine Stu­die, um zu se­hen, ob es bil­li­ge­re Be­ra­ter gibt.
  39. Wir ma­chen zu­sätz­li­che Mit­tel lo­cker, um die Leis­tung des Pfer­des zu er­hö­hen.
  40. Wir nen­nen das tote Pferd „Dead Hor­se Power“ und bie­ten es als neu­es­tes Pro­dukt auf dem Markt an.
  41. Wir ord­nen Über­stun­den für Rei­ter und Pferd an.
  42. Wir or­ga­ni­sie­ren re­gel­mä­ßi­ge Team­ge­sprä­che mit ei­nem ex­ter­nen Coach, um die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Rei­ter und to­tem Pferd zu ver­bes­sern.
  43. Wir out­sour­cen das tote Pferd. Der Sub­un­ter­neh­mer kann es wahr­schein­lich bes­ser rei­ten.
  44. Wir rich­ten eine un­ab­hän­gi­ge Kos­ten­stel­le für tote Pfer­de ein.
  45. Wir sa­gen: „So ha­ben wir das Pferd schon im­mer ge­rit­ten”.
  46. Wir schi­cken den Rei­ter auf ein Wei­ter­bil­dungs­se­mi­nar, da­mit er bes­ser rei­ten lernt.
  47. Wir schie­ben eine Trai­nings­ein­heit ein um tote Pfer­de bes­ser rei­ten zu kön­nen.
  48. Wir schir­ren meh­re­re tote Pfer­de zu­sam­men an, da­mit sie ge­mein­sam schnel­ler wer­den.
  49. Wir schla­gen dem Be­triebs­rat vor, Leis­tungs­an­rei­ze für tote Pfer­de ein­zu­füh­ren.
  50. Wir schlie­ßen mit dem Rei­ter eine Ziel­ver­ein­ba­rung über das Rei­ten to­ter Pfer­de.
  51. Wir schrei­ben die Stel­le des Rei­ters des to­ten Pfer­des eu­ro­pa­weit aus, nach­dem sich aus dem ei­ge­nen Haus kein qua­li­fi­zier­ter Be­wer­ber ge­fun­den hat.
  52. Wir sen­den je­man­dem das tote Pferd als Ge­schenk. Ge­schen­ke darf man nicht zu­rück­sen­den.
  53. Wir set­zen den Rei­ter um und schrei­ben die Stel­le ver­wal­tungs­in­tern aus.
  54. Wir sourcen den Stall für tote Pfer­de aus, um Fut­ter­kos­ten zu spa­ren.
  55. Wir star­ten ei­nen in­ter­nen Ideen­wett­be­werb zum Rei­ten to­ter Pfer­de.
  56. Wir stel­len dem Rei­ter eine Be­för­de­rung in Aus­sicht.
  57. Wir stel­len fest, dass an­de­re Un­ter­neh­men auch tote Pfer­de rei­ten und er­klä­ren dies zum Nor­mal­zu­stand
  58. Wir stel­len Ver­glei­che un­ter­schied­lich to­ter Pfer­de an.
  59. Wir struk­tu­rie­ren um, da­mit ein an­de­rer Be­reich das tote Pferd be­kommt.
  60. Wir su­chen ei­nen fi­nanz­star­ken Part­ner und grün­den zu­sam­men mit des­sen to­ten Pfer­den ein Joint Ven­ture.
  61. Wir tau­schen das tote Pferd ge­gen ein an­de­res to­tes Pferd aus, das laut Pro­dukt­be­schrei­bung schnel­ler läuft.
  62. Wir tau­schen das tote Pferd ge­gen eine tote Kuh aus.
  63. Wir über­ar­bei­ten die Ar­beits­an­wei­sung für das Rei­ten von Pfer­den.
  64. Wir über­ar­bei­ten die Leis­tungs­be­schrei­bung für tote Pfer­de.
  65. Wir ver­dop­peln die Fut­ter­ra­ti­on für das Pferd.
  66. Wir ver­grö­ßern den Ver­ant­wor­tungs­be­reich für tote Pfer­de.
  67. Wir ver­kla­gen das Pferd zi­vil­recht­lich auf Scha­dens­er­satz we­gen Nicht­er­brin­gung ei­ner zu­ge­si­cher­ten Leis­tung.
  68. Wir wech­seln den Pfer­de­lie­fe­ran­ten.
  69. Wir wech­seln ein­fach die Rei­ter.
  70. Wir wech­selnd das Stroh im Stall aus.
  71. Wir wech­seln den Fut­ter­lie­fe­ran­ten.
  72. Wir wei­sen den Rei­ter an, sit­zen zu blei­ben, bis das Pferd wie­der auf­steht.
  73. Wir wet­ten, dass das Vieh nur si­mu­liert!
  74. Nach­dem wir al­les ohne Er­folg aus­pro­biert ha­ben, stei­gen wir frus­triert ab.
Quel­le: ur­sprüng­li­cher Au­tor un­be­kannt, ver­schie­de­ne In­ter­net­sei­ten, ei­ge­ne Er­gän­zun­gen

Sto­ßen Sie mit Ih­rer ak­tu­el­len Feh­ler­ver­mei­dungs­stra­te­gie auch an Ihre Gren­ze? Ent­spre­chen die Er­geb­nis­se nicht den Er­war­tun­gen?

Dann soll­ten Sie viel­leicht mal dar­über nach­den­ken, neue Pfer­de zu be­schaf­fen. Mit ei­nem Spe­zia­list der sich mit den Pfer­den “Feh­ler­kul­tur” und “Feh­ler­man­ge­ment” bes­tens aus­kennt.

Hier kön­nen Sie Kon­takt mit mir auf­neh­men.